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Bad Soden. Haushalt 2012
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Bad Soden - Im Haushaltsplan 2012 der Stadt Bad Soden am Taunus ist zum ersten Mal seit 13 Jahren eine Nettokreditaufnahme von 4,4 Millionen Euro zur Bezahlung von Investitionen notwendig. Größter Posten im Haushaltsjahr 2012 ist die Kreis- und Schulumlage mit 25 Millionen Euro. Außerdem sind Investitionen in Höhe von 14,63 Millionen Euro vorgesehen. Als größte Vorhaben stehen ein Zuschuss für die Turnhalle am „Sinai“ (3,44 Millionen Euro) und der Neubau einer U-3-Einrichtung mit sechs Gruppen in der Händelstraße (3,6 Millionen Euro) auf dem Programm. Positiv ist, dass die Stadt Bad Soden am Taunus ihre Investitionen zu 62 Prozent eigenständig finanzieren kann. Die restlichen 38 Prozent müssen „fremdfinanziert“ werden. Außerdem ist eine Erhöhung der Müllgebühren vorgesehen, um die Haushaltsdefizite in diesem Bereich auszugleichen. Eine weitere Gebührenanpassung ist im Bereich der Stadtwerke Bad Soden am Taunus geplant: Die Gebühren für die Wasserversorgung können gesenkt werden. Allerdings müssen die Gebühren für Abwasserentsorgung – Schmutzwasser und Niederschlagswasser – aufgrund des Defizits im Gebührenhaushalt angehoben werden. Die Gewerbesteuereinnahmen bleiben im kommenden Jahr voraussichtlich auf dem hohen Niveau von 22 Millionen Euro, die Einnahmen bei der Einkommensteuer ebenfalls stabil bei rund 14 Millionen Euro. Wie sparsam die Stadt Bad Soden am Taunus wirtschafte, machte Bürgermeister Norbert Altenkamp an Hand der Personalkosten für städtische Mitarbeiter deutlich. So habe sich die Zahl der Beschäftigten seit 2003 von 170 auf heute 158,5 verringert. Allerdings sei in der Stadtverwaltung nun kein weiterer Spielraum mehr für eine Stellenverringerung vorhanden, erklärte der Bürgermeister. Sparsames Wirtschaften sei auch nötig, erläuterte der Bürgermeister, um die gestiegenen Ausgaben in mehreren Bereichen zu stemmen. So hätte sich beispielsweise die Zahl der Hortplätze seit 2005 verdreifacht, die Zahl der Betreuungsplätze stieg allein im U-3-Bereich von 27 auf 145. Kein Wunder also, dass sich die Zuschüsse im Bereich Kindertagesstätten seit 2005 von 1,5 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro mehr als verdoppelt haben. Für Bürgermeister Norbert Altenkamp sind das dennoch lohnende Ausgaben, denn „Kinder und Bildung sind Investitionen in die Zukunft“.
Quelle: hbs |
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